1949 – Notaufnahmelager Uelzen-Bohldamm

Notaufnahmelager Uelzen-Bohldamm

Im Flüchtlingslager Uelzen-Bohldamm wurde am 11. Juli die „Uelzener Entschließung“ zwischen den Bundesländern ausgehandelt. Das Lager fungierte seit seiner Einrichtung 1945 zunächst als reines Durchgangslager für die Aufnahme, Registrierung, Weiterleitung sowie Verteilung von etwa 1,3 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Mit Beginn des Kalten Krieges kamen zunehmend Menschen aus Ostdeutschland nach Uelzen. Die Hauptaufgabe des Lagers bestand nun in der Ermittlung der aus politischen Gründen zur Flucht gezwungenen Menschen, die bevorzugt in Westdeutschland aufgenommen wurden. Die Verteilung auf die westdeutschen Länder blieb zunächst ungeklärt, was zum vermehrten Verbleib von Flüchtlingen und zu größeren Problemen im Raum Uelzen führte. Mit der Vereinbarung der „Uelzener Entschließung“ wurde eine vorläufige Verteilungsregelung eingeführt, bis mit dem Notaufnahmegesetz von 1950 eine gesetzliche Regelung geschaffen wurde.

Comments are closed.

Close Search Window